Der Sleeper-Effekt – Psychologie hinter bekannten Effekten Teil 8
Der Sleeper-Effekt erklärt, warum Aussagen aus unglaubwürdigen Quellen später plausibler wirken können.
Der Sleeper-Effekt erklärt, warum Aussagen aus unglaubwürdigen Quellen später plausibler wirken können.
Je stärker versucht wird, Informationen zu unterdrücken, desto größer wird oft die Aufmerksamkeit dafür. Der Streisand-Effekt erklärt, warum Verbote neugierig machen, Reaktanz auslösen und Inhalte im Netz erst recht viral gehen.
Warum wir oft glauben, dass „alle anderen“ genauso denken wie wir (und warum das ein Trugschluss ist): Der False-Consensus-Effekt beschreibt die menschliche Neigung, die Verbreitung der eigenen Meinung zu überschätzen. Er entsteht durch eine Mischung aus kognitiven Abkürzungen, sozialen Verzerrungen und Selbstschutzmechanismen – und beeinflusst, wie wir politische Debatten, Alltagsentscheidungen und unser Gegenüber wahrnehmen. „Jeder trinkt morgens Kaffee.“ Angesichts der Tatsache, dass Kaffee statistisch gesehen (nach Wasser) das Lieblingsgetränk der Deutschen ist und ordnet sich als Grundnahrungsmittel irgendwo zwischen Brot, Luft und existenzieller Notwendigkeit ein. Die Aussage kommt normalerweise von Kaffeetrinkern, die unbewusst annehmen, dass der Rest der Welt ihre morgendliche biochemische Abhängigkeit teilt. In Irland oder Japan werden sie mit dem Statement allerdings potenziell gegen eine Wand rennen. Der Trugschluss, dass die eigene Ansicht das Meinungsbild der breiten Masse widerspiegelt nennt sich False-Consensus-Effekt. Und um genau diesen geht es im fünften Teil dieser Reihe zu bekannten Effekten und Phänomenen. Der False-Consensus-Effekt Definition: Der False-Consensus-Effekt beschreibt die Tendenz von Menschen, zu [...]