Wenn mediale Krisenberichte krank machen
Negative Schlagzeilen dominieren unsere Medienlandschaft. Dauerhafte Krisen- und Konfliktberichte erzeugen ein anhaltendes Gefühl von Bedrohung und Unsicherheit und führen zu chronischem psychischem Stress. Negative Nachrichten erzeugen chronische Unsicherheit Schon mal beim letzten Kaffee eine Schlagzeile über Projekte gelesen, die Ost- und Westdeutschland verbinden? Oder eine Meldung, dass das Übermalen von Hakenkreuzen nicht strafbar ist? Nein? Ich ebenfalls nicht. Zumindest nicht auf der Titelseite. Nachrichten sind überwiegend negativ. Das hat auch eine aktuellen Übersichtsstudie des National Institute of Mental Health festgestellt. Der Fokus der Forschergruppe um Kesner et al. (2025) lag dabei auf den Konsequenzen, die daraus folgen: Berichte über weltweite Krisen wie Kriege, Pandemien oder politische Instabilität führen zu einem ständigen Gefühl der Bedrohung. Und dieses Bedrohungsgefühl erzeugt ein psychologisches Nebenprodukt: chronische Unsicherheit.Medienberichte verstärken diese Unsicherheit erheblich – mit messbaren Folgen für die mentale Gesundheit. Was die Studie zeigt Negative Inhalte werden besonders stark wahrgenommen.Menschen schenken negativen Nachrichten mehr Aufmerksamkeit als positiven oder neutralen Meldungen und reagieren auf diese sowohl emotional [...]

